Application Criteria

 

 

 

Das Aufnahmeverfahren einer Business Schoo zu absolvieren mag wohl eine der schwierigsten Herausforderungen sein. Viele Richtlinien von Studienanbietern enthalten diesbezüglich strikte Vorgaben um sicherzustellen, dass die Kandidaten auch dazu fähig sind, das Studium zu erfolgreich zu meistern, sowie dass sie ins jeweilige Curriculum passen und davon profitieren.

 

So gesehen ist es eine gut investierte Zeit, die man für die Vorbereitungen der Aufnahmeverfahren investiert um eine überzeugende Bewerbung vorlegen zu können. Immer mehr Business Schools spezifizeiren bereits auf der Homepage oder in Infobroschüren, an wen sich die Studiengänge richten. Die Harvard Business School beispielsweise, beschreibt gewünschte Charaktereigenschaften der zukünftigen Studenten, wie Führungsqualitäten, Bestreben nach intellektuellem Wachstum und aktive Mitgliedschaften in Vereinen und Gemeinschaften. Andere Business School richten sich vielleicht nicht so genau an eine spezielle Zielgruppe.

Allen gemeinsam ist jedoch ein meist sehr strenges Aufnahmeverfahren. Zu den Unterlagen, die Studienanbieter hierfür benötigen, gehören meist: Der GMAT, das Aufnahme-Essay, Nachweise der Berufserfahrung und bereits abgeschlossenen Studien sowie Empfehlungsschreiben. Wird alles vollständig abgegeben, kommt es auch noch zu einem Bewerbungsgespräch. Wichtig als Teil der Bewerbungsstrategie ist auch das richtige Timing.

 

Der GMAT ist normalerweise die erste Hürde: Dadurch, dass es keine Regeln in diesem Bereich gibt, wird der GMAT generell als erstes Kriterium gesehen. Je höher der GMAT-Score desto besser natürlich. Man sollte sich klarerweise immer bewusst sein, für welches Programm man sich bewirbt und ob das Programm auch wirklich zu den eigenen Karrierezielen passt und eigene Erwartungen erfüllt. Es kann also ruhig sein, dass die Business School der eigenen Wahl nicht einen GMAT Score von 700 voraussetzt, sondern auch einen niedrigen Score akzeptiert. Ein GMAT Score unter 600 ist jedoch nie ausreichend für ein erfolgreiches Aufnahmeverfahren. In diesem Fall legen wir Ihnen sehr ans Herz, den Test noch einmal zu machen. Viele Business Schulen publizieren den durchschnittlich erwarteten GMAT-Wert als Guideline für Bewerber. In unserem Artikel MBA Admissions Tests finden Sie mehr Informationen zum Thema GMAT.

 

Ein zweites wichtiges Element der Bewerbungsunterlagen ist das Essay. Dies kann als eine gute Möglichkeit gesehen werden, das Interesse der Prüfer auf sich zu lenken, Im Essay kann man die eigene Persönlichkeit am besten darstellen, Fähigkeiten und Stärken beschreiben, darstellen, warum man einzigartig ist und welche Erfahrungen im Teamwork man bereits gesammelt hat. Man sollte auf jeden Fall einen starken GMAT-Score sowie ein aussagekräftiges ESSAY vorweisen können. Mehr Tipps zum Thema Essay finden Sie unter Writing a Successful MBA Essay.

 

Die Frage welche und wie viel Arbeitserfahrung wirklich zählt, hat in letzter Zeit für viele Diskussionen gesorgt, da sich gerade in dem Bereich sehr viel verändert hat. Früher war es vielfach so, dass mindestens 2 Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt wurden. Mittlerweile setzen viele Programme keine Berufserfahrung mehr voraus, wie z.B. Harvard. Die meisten Programme bestehen jedoch immer noch darauf, dass ihre Studenten 2 oder 3 Jahre Berufserfahrung haben, manche setzen sogar 4 bis 6 Jahre einschlägige und relevante Erfahrung voraus. Es ist daher wichtig, dass man sich nicht zu früh an einer Business School bewirbt – man hat bessere Chancen auf einen Studienplatz, wenn man bereits einen gewissen Background und professionelle Erfahrung mit einbringen kann, um somit schon einen gewissen Erfolg demonstrieren zu können.

 

Auch das vorangegangene Studium, das man selbst vielleicht nicht mehr als so wichtig empfindet und weit zurückliegt, kann auch als wichtiges Kriterium für Business School gesehen werden. Ein guter erster Abschluss kann sich also als sehr positiv erweisen. Wenn aber dieser nicht brilliant ist, sehen Business Schools auch vielfach darüber hinweg, beachten dann eher die bestehende Berufserfahrung und inwiefern man darin erfolgreich war.

 

Empfehlungsschreiben können sich als eine sehr aufwändige Sache herausstellen. Arbeitgeber sind oft sehr beschäftigt und nehmen sich kaum die Zeit ein solches Schreiben zu verfassen. Das Schreiben rechtzeitig zum Abgabetermin zu haben, stellt sich vielfach als wahre Herausforderung heraus und sollte nicht unterschätzt werden. Es mag vielleicht ein wenig seltsam klingen, aber wählen Sie dafür auch Personen aus, bei denen Sie sich sicher sind, dass diese ausschließlich Lob für Sie übrig haben. Ein Empfehlungsschreiben sollte keinesfalls auch nur Anzeichen Ihrer Schwächen oder etwaiger Defizite beschreiben, auch wenn diese ins beste Licht gerückt werden. In vielen Fällen macht es Sinn, wenn Sie eine Personen Ihres bereits absolvierten Studiums und eine Person in ihrem beruflichen Umfeld nach Empfehlungsschreiben fragen. Vielfach ist dies leichter gesagt als getan, insbesondere dann, wenn der derzeitige Arbeitgeber nichts über die Pläne des MBA/Master Studiums wissen sollte. Das Empfehlungsschreiben kann auch von einem ehemaligen Arbeitgeber, von einem guten Arbeitskollegen, dem man vertraut oder einem Kunden, zu dem man einen guten Draht hat geschrieben werden.

 

Die Person die das Schreiben verfasst, sollte auf jeden Fall wissen, worauf das Schreiben fokussieren soll und welche Inhalten enthalten sein sollten.

 

Das Bewerbungsgespräch als letzte Hürde des Aufnahmeverfahrens ist sehr wichtig. Hierfür sollten Sie sich sehr gut vorbereiten. Das Interview ist eine sehr gute Möglichkeit, Dinge die im Essay geschrieben wurden nochmals zu unterstreichen. Interviews wirken oft abschreckend auf Bewerber – daher ist es wichtig, dass sie ruhig, sympathisch und selbstsicher wirken. Wenn Sie sich jedoch gut vorbereiten, dann haben sie nichts zu befürchten. Im Artikel The MBA Admissions Interview finden Sie hierzu Tipps.

 

Schlussendlich stellen Sie sicher dass Sie auch den Abgabetermin der Bewerbungen nicht verpassen. Typischerweise gibt es da drei Deadlines: Im Oktober, Januar und März.

 

Ungefähr 45% aller Studenten werden beim ersten Termin von der Business School ausgewählt, weitere 45% beim 2. und die letzten Plätze werden beim letzten Termin vergeben. Generell gesprochen ist der 1. Termin für die ˜besten” Kandidaten gedacht, der 2. gleicht die Klasse ein wenig aus und im finalen Zyklus haben Interessierte mit einem untypischen Hintergrund, aber großem Interesse am Programm die größten Chancen. Wenn Sie von sich denken, Sie sind genau richtig und ein starker Kandidat, bewerben sie sich beim ersten Termin. Der Wettbewerb um Plätze in guten MBA Programmen gestaltet sich zunehmend schwieriger und in der letzten Runde sind vielfach wenige Plätze frei.

 
 
 
 
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